Körperzensur | Fühl dich wohl in deiner Haut

Wie man es macht, macht man es falsch, fällt mir dazu ein. Früher hat man immer sehr weite Kleidung getragen, wenn man ein paar oder auch mehrere Pfunde zu viel auf den Hüften hatte. Das ist bis heute ab einer bestimmten Generation weit verbreitet. Natürlich nicht alle, aber viele, so finde ich. Mode für Mollige hat in der Gesellschaft immer noch ein bestimmtes Bild. Auch in der Schwangerschaft wurde früher mehr verhüllt als stolz getragen. Ich will mich gar nicht genau fragen warum. Eins kann ich aber mit Gewissheit sagen, dass sich einiges geändert hat. Wir sind stolz auf uns und gehen selbstbewusst durchs Leben. Ob im Job oder in der Familie, also warum nicht auch mit sich selbst.

Was früher normal war, dass man lange weite Kleidung trug, wird heute oftmals tunlichst vermieden beziehungsweise die Gesellschaft sorgt dafür, dass mollige Frauen es am Besten lassen.

Pullover tragen auf, sie machen dich noch dicker!

Einmal gesagt und nie wieder aus dem Kopf bekommen. So wurde es dann jahrelang auch gemacht und ich hatte nie „warme“ oder Pullover mit dickeren Material an. Sie waren so sackig und üppig. Nicht einmal zu Hause in den eigenen vier Wänden. Aber ist das so richtig? Egal ob es früher oder heute so „schickt“.

 

Innere Stärke – Gleichgültig bin ich mir nicht

Heute weiß ich mehr denn je, dass ich meine Vorzüge betonen kann. Ich bin aber auch mental gewachsen und stehe noch fester zu mir als je zuvor! Versteht mich nicht falsch meine Lieben. Ich akzeptiere mich wie ich bin, aber ich bin mir auch durchaus bewusst, dass ich wieder was ändern muss und das auch werde. Allein meiner Gesundheit zuliebe. Kurven zu haben ist ok, aber fit zu sein genauso. Jetzt ist es aber so wie es ist und ich lerne damit zu leben anstatt mich jeden Tag selber schlecht zu machen oder von anderen bewusst oder unbewusst in eine bestimmte Denkweise drängen zu lassen. Ich bin dick, glaubt ihr das weiß ich nicht?! Aber anstatt mich noch schlechter zu machen oder andere Menschen mich kleiner machen, werde ich stärker. Weil ich immer noch ich bin. Egal ob ich gerade einen dicken Rettungsring vor mir trage oder nicht. Leute liebt mich so wie ich bin oder lasst es. Kümmert euch um euch selber oder liebt mit mir mit.  

Wisst ihr was diese innere Stärke mittlerweile mit mir macht? Es ist mir egal was man tragen „sollte“ oder nicht! Was früher war und heute vielleicht noch ist oder nicht. Ich bin so wie ich bin und ich trage was mir gefällt. Finde ich einen bestimmten Hoody toll, trage ich ihn. Warum? Weil er bequem ist und stylisch aussieht und man das auch tragen kann, wenn man nicht in das gesellschaftliche Klischee passt. Klar weiß ich, dass er meinen Körper anders in Szene setzt – na und? Ich fühle mich wohl darin und das ist das wichtigste. Macht euch frei von Idealen anderer.

In diesem Sinne habe ich mir den tollen, bequemen Oversized Pullover mit Raffung* noch auffälliger an mir gestalltet und ihn einen Patch* verpasst. Mode kann man ganz einfach individuell gestalten. Fühlt euch gedrückt und vor allem trag was du magst!
Eure Ebbi

Zu dem Thema, was die Gesellschaft von uns denken mag habe ich bereits einen Beitrag geschrieben: 
Plus Size Mode: Meinung zum Kleidungsstil bei großen Größen

Fotos: Uly Konstantinow
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5 Comments

  • Man sollte tragen, in was man sich wohl fühlt und nicht, was andere für „passend“ halten. Und es ist wirklich völlig egal, ob man Size 0 oder 50 hat, wichtiger ist doch das, was man ist und nicht, was man zu sein scheint. Du machst das völlig richtig und dein Ergebnis soll dir Recht geben. Der Pulli steht dir wunderbar, zeigt genug von den tollen Kurven, die du hast, aber nicht aufdringlich oder unmöglich. Die Farbe ist ganz zauberhaft zu deiner Haut und deinen Haaren. Also Daumen hoch!

    LG Katrin

  • Wahre Worte. Trag worauf du Lust hast. Ob heute eng und morgen Oversize, Leopard oder Leder. Pink oder Punk. Man ist wie man ist, man kann nichts verstecken. Du bist toll, bleib so.

  • Wenn man sich wohl fühlt, sieht man auch gut aus. Und genau das sieht man dann auch. Wer sich mies fühlt, sieht auch mit Gr.36 in Designer-Klamotte mies aus.
    Und, wer etwas ändern möchte, muss vorher zwingend den Ist-Zustand analysieren und akzeptieren. Schließlich braucht es einen Punkt, von dem man aus starten kann.

    Dein Wohlfühlen ist übrigens ansteckend 😉
    Lieben Gruß! Gabi

  • Liebes, du weißt, dass ich dich mag wie du bist! Ob dick, ob dünn, ob sportlich oder schwanger… Mir wurscht! Ich mag dich ja, weil ich weiß was IN DIR steckt :-*

    Liebste Grüße Sandra

  • Auf die Kleidergröße kommt es nicht an- wichtig ist die Persönlichkeit, die drin steckt.

    Und ich zieh mich schon seit Jahren so an, wie es mir gefällt. Was schert mich die Umwelt? Llar könnte ich jeder Frau, die mit einem dicken Farbanstrick im Gesicht herumläuft den Tag versauen. in dem ich ihr sage.“ Wohl zu viel Farbe fürs Gesicht erwischt.“ Aber warum, mich stört es nicht wirklich. Und wenn sie gerne Indianer spielt, soll sie doch

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