Voll gestillt – Papa allein mit den Kindern

Am Freitag, den 7.10.2016 war Ebbi auf dem Fond of Bags Event, während ich mit den Kindern alleine zu Haus war. Das ist an sich nichts großartiges, wenn da nicht der kleine Haken mit dem voll gestillten Kind wäre. Für mich war der Tag eine Herausforderung, und ich möchte euch gerne an ihm teilhaben lassen.

Am Abend zuvor wurden noch einmal alle wichtigen Dinge besprochen um einen reibungslosen „Whaaa die Mamimilchbar ist nicht da“ Tag zu gewährleisten. Die heimlichen Tiefkühlmilchvorräte abgezählt und gedanklich grob in Mahlzeiten aufgeteilt. Denn um 4 Uhr morgens am nächsten Tag war die Nacht für Ebbi zu Ende. Sie als bekennender Morgenmuffel ist um diese Uhrzeit bestimmt nicht in Stimmung für intensive Gespräche. 

Der Tag beginnt mit Nervenkitzel

Wie gesagt um vier Uhr musste die Nacht leider beendet werden. Nervenkitzel, weil Ebbi im Moment die Nächte eher zum Stillen nutzt *sarkasmus off* und meist zusammengezählt eher so auf zwei Stunden Schlaf kommt. Zwischen vier und fünf ist nämlich ihre Genuss-Tiefschlafphase.
Also ist es ein reines Selbstmordkomando seine Frau doch darauf hinzuweisen, dass sie nun heute wirklich mal zeitig aufstehen muss.

Nicht genug, das kleine milchschlabbernde Stillkind im Familienbett sollte sicherheitshalber umgebettet werden, denn ihr wisst ja (Familienbett: Hilfe mein Baby fällt aus dem Bett), sie ist eher der aktive Schläfer und krabbelt auch gern mal aus dem Bett. Also lieber ins eigene Zimmer und ins floorbed gelegt. 
Ich muss euch nicht sagen, dass es wie Lotto spielen ist, wenn man das Kind bewegt und möchte das es dabei weiter schläft.

Doch der Supergau blieb aus und beide Mädels schliefen tatsächlich bis halb sieben. So konnten wir uns wie immer „fröhlich und ohne Streiterei“ der Mädels für den Kindergarten fertig machen. 

Der Morgen lief entspannt. Die Große war im Kindergarten und die Kleine war sogar so gut gelaunt, dass ich noch fröhlich einkaufen gehen konnte. Für sie gab es einen Energydrink und für mich ne Tiefkühlpizza – äh ne sorry war beides für mich *lach*

Ich habe die „Erziehungszügel“ etwas lockerer gelassen, damit die Lüdde gute Laune behielt und sich die Sehnsucht nach Mama nicht auch noch mit Wut mischt. Die Große sollte zusätzlich ja noch zum ersten Mal alleine zu einer Freundin direkt nach dem Kindergarten. 

Zweites Frühstück – isst sie heute mal Brei?

Wieder zuhause gab’s den ersten Erfolg:
die Kleine hat einen ganze Schüssel Brei gegessen. Gut, sie hatte den Brei auch in den Haaren, weil sie sich die Schüssel auf den Kopf setzten wollte.
Essen ist Erlebnis, nicht wahr?! Schnell eine Nachricht an die Mama:

Du bekommst dein Kind dreckig aber satt zurück“. Läuft!

Der eh schon kaputte Topflappen diente dann auch mehr als Schmutzauffangtuch. Ein hoch auf die Waschmaschine!

ebbie-und-floot_Stillkind ißt Brei_Gewohnheitskind_Vollgestillt

Danach wurde gespielt und Spaß gehabt. Mein Hauptanliegen war die Kleine glücklich zu machen. Was liegt da näher als das Spiel „50 heb‘ auf!“ 

 ebbie-und-floot_Stillkindi_Gewohnheitskind_Vollgestillt_spielen für Babys

Eigentlich sollte sie mit der Box nur rasseln, aber als sie nach dem aufmachen auch die Salzstangen aß, habe ich sie machen lassen.

Danach brauchten beide dringen eine Pause und das erste Schläfchen stand an. Reibungslos würd ich nicht sagen, aber denn noch ohne Verwundete, denn normalerweise schläft sie ja beim Stillen ein. Dieses mal schuckelnd auf meinen Arm. Geht doch!

 Nach dem Schlaf raus an die Luft und spazieren gehen.

ebbie-und-floot_jako-o_Fleeceanzug_selbe-nähen_bequem-spielen

Der Nachmittag

Gegen Mittag kam die Nachricht von der Nachbarin, dass die Große wohlauf mit ihrer Tochter spielt. Es gab Eis und das Unwohlsein, dass man nach dem Kiga nicht bei den Eltern ist, war sofort vergessen. 
Die kleine Schwester hingegen zeigte sich mittlerweile von ihrer üblichen Seite und rebellierte gegen den Brei und forderte nun halbstündlich die Muttermilch aus der Flasche.
Ok einfach mal einen Tapetenwechsel und zu den Nachbarn rüber. Dort wurden die Kinder mit Bockwurst und Pferdespielen bei Laune gehalten. Sogar Mini-floot knabberte genüsslich an der Wurst und vergaß für kurze Zeit die Milch.

Das Abendliches Ritual mal anders

Leider kam die Hiobsbotschaft von Ebbi: 40 Minuten Verspätung wegen eines gesperrten Bahnhofs. Na Toll! Zum Glück war der Tag so anstrengend für die Kleine, dass sie um 18 Uhr schlafen wollte. Das kam mir ganz Recht, denn die Große zeigte auch mehr Besitzansprüche an mich und setzte diese grober gegen ihre Schwester durch. 

Ihre große Schwester hingegen durfte aufbleiben, bis die Mama wieder zu Haus war. Die verspätete sich leider immer mehr und aus 40 Minuten wurden dann 80. So lange hielt sie aber dann nicht aus und schlief ein. 
Parallel dazu wurde die Kleine wieder wach und nahm das Zepter in die Hand. Sie hielt bis 22 Uhr durch und schloss dann ihre Mama nach 18 Stunden wieder in die Arme. Nach einem kurzen Klönschnack fielen wir allesamt ins Bett. Wir waren müde; na ja nicht alle. Die Lütsche turnte dann noch bis 24 Uhr im Bett rum.

Müde aber zufrieden schliefen wir ein. Ich muss euch nicht sagen, dass es natürlich anders lief, als wenn Mama da gewesen wäre, aber wir hatten trotzdem Spaß und niemand von uns Dreien zuhause hat außerplanmäßig geweint 🙂 

Viele Grüße,

Patrick

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